
Saorge, ein Dorf zwischen Himmel und Roya
Was für ein Seiltänzer, dieses Dorf Saorge! Die pastellfarbenen Häuser klammern sich an die Restanques, dicht an dicht, als wollten sie der Leere trotzen. Die gepflasterten Gassen steigen an, schlängeln sich durch gewölbte Portale und münden in steile Treppen, auf denen man wieder zu Atem kommt … bevor er einem angesichts der Landschaft des Tals wieder genommen wird.
Unten entfaltet der Roya-Fluss sein Wildwasserband. Ein Hauch von Bewegung in dieser mineralischen Welt. Rund um das Dorf Saorge führen die Wanderwege zu den Bergkämmen und treffen auf die Reliefs des nahe gelegenen Mercantour-Nationalparks. Hier ist der Berg überall präsent: im Stein der Fassaden, im Licht, das die Volumen zerschneidet, im kühlen Schatten der engen Passagen.
Es herrscht ein ständiger Kontrast zwischen Fels und Vegetation, spektakulärer Vertikalität und fast meditativer Ruhe. Dort oben, auf seinem Sporn, befindet sich eines der schönsten historischen Bauwerke der Côte d’Azur: das Kloster von Saorge. Gleichzeitig in den Bergen verankert und offen für den Horizont, erscheint es wie ein Bindeglied zwischen Natur und Spiritualität, zwischen der Kraft der Landschaft und der inneren Stille. Pssst… Machen wir uns gemeinsam auf den Weg, um ihm zu begegnen.









