Fort du Barbonnet à Sospel
©

Fort du Barbonnet à Sospel

|

Drone De Regard

Die Festungen von Sospel

Vom Turini-Pass bis zum mittelalterlichen Dorf Sospel erstreckt sich das Bévéra-Tal. Aufgrund seiner strategischen Lage wurden dort im Rahmen des Militärprogramms des „Secteur Fortifié des Alpes Maritimes“ zahlreiche Maginot-Anlagen errichtet. Diese Bauwerke spielten im Juni 1940 eine entscheidende Rolle bei der Abwehr der italienischen Offensive. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde im Tal ein Verteidigungssystem errichtet, das aus dem Fort du Barbonnet, dem Fort de l’Agaisen und dem Fort Saint-Roch bestand.

Das Fort Suchet

auch „Fort du Barbonnet“ genannt

Auf dem Mont Barbonnet befinden sich zwei Festungsanlagen. Auf dem Gipfel wurde das Fort Suchet von 1883 bis 1886 im gleichen Zusammenhang wie das Fort Authion errichtet. Eingebettet in den Berghang, etwas tiefer gelegen, verstärkt eine zwischen 1931 und 1935 errichtete Festung vom Typ Maginot das Verteidigungssystem des Standorts.

Aus der Ferne wirkt es sehr unauffällig, und man ist überrascht, das Ausmaß des Bauwerks zu entdecken, sobald man vor Ort ist. Es vermittelt den Eindruck einer Burg, wenn man die Zugangswege entlanggeht, die wie Burggräben aussehen.

Hier hat die Natur wieder die Oberhand gewonnen. Die tiefe Stille, die über der Landschaft herrscht, vermittelt das Gefühl, außerhalb der Zeit zu sein. Einige Graffiti in den Unterkünften zeugen jedoch von der Anwesenheit von Soldaten und verleihen dem Ort einen poetischen Touch.

Das System „Séré de Rivières“

Nach der Niederlage von 1870 schlug General Séré de Rivières, der als „Vauban des 19. Jahrhunderts“ bezeichnet wurde, einen neuen Befestigungsplan zur Verteidigung der Grenzen vor. In den 1880er Jahren wurde dieses System durch den Einsatz neuer Granaten und Sprengstoffe in Frage gestellt.

Die Festung Monte Grosso

als Teil des lokalen Kulturerbes

Als Herzstück des befestigten Abschnitts in diesem Sektor ist es das größte Bauwerk an der südöstlichen Grenze. Es wurde von 1931 bis 1935 erbaut. Auf einer Höhe von 1.000 Metern gelegen, überragt es die Straße nach Sospel und Tende sowie die Pässe von Brouis und Pérus. Es bildete eine Verteidigungsstellung zwischen Authion und Agaisen. Dieses gemischte Bauwerk, das derzeit renoviert wird, spielte eine aktive Rolle bei der Offensive im Juni 1940.